Heute erzähle ich euch von meinem ersten echten Reality‑Check: dem Besuch bei der Handwerkskammer. Mit Businessplan, Finanzplan und einer klaren Idee im Gepäck wollte ich wissen: Bin ich auf dem richtigen Weg? Ich war motiviert, gut vorbereitet – und ziemlich gespannt darauf, wie Profis meinen bisherigen Weg einschätzen würden. Und genau da nehmen wir uns heute mit rein.
Zwischen Selbstbewusstsein und neuen Fragen
Ich ging mit dem Gefühl hinein: „Das passt schon. Ich habe alles durchdacht.“ Doch die Gespräche dort haben mir schnell gezeigt: Es gibt immer noch etwas zu bedenken. Nicht im Sinne von „Das wird nichts“, sondern eher: „Gut gestartet – jetzt schauen wir tiefer.“
Ich habe viel positives Feedback bekommen. Aber eben auch kritische Fragen, die mich zum Nachdenken gebracht haben:
- Habe ich meine Zielgruppe wirklich klar genug definiert?
- Sind meine Preise realistisch – oder eher optimistisch?
- Habe ich alle Risiken berücksichtigt?
- Und wie sieht es mit langfristiger Planung aus, nicht nur mit dem Start?
Diese Fragen waren kein Stolperstein. Sie waren ein Geschenk. Denn die Tipps, die ich dort bekommen habe, waren Gold wert. Mein Notizblock – oder besser gesagt mein Tablet – war danach voll mit Hinweisen, Ideen, Ergänzungen und kleinen Warnungen, die mir später viel Ärger ersparen werden.
Ein Satz ist mir besonders hängen geblieben:
„Es ist immer gut, Erfahrungen von anderen Existenzgründungen zu berücksichtigen.“
Und genau das hat die Handwerkskammer mit mir geteilt: Erfahrungen. Praxis. Realität. Nicht aus Büchern, sondern aus echten Gründungen – erfolgreichen wie gescheiterten.
Was dieser Termin mit mir gemacht hat
Ich bin aus dem Gebäude gegangen mit einem Gefühl, das ich vorher nicht hatte: Klarheit. Nicht die Art von Klarheit, die sagt: „Alles perfekt.“ Sondern die Art, die sagt: „Du bist auf dem richtigen Weg – aber jetzt wird’s ernst.“
Ich habe verstanden, dass ein Plan nicht schlechter wird, wenn man ihn hinterfragt. Er wird realistischer. Und damit stärker.
Meine Learnings aus diesem Schritt
Der Besuch bei der Handwerkskammer hat mir drei Dinge gezeigt:
- Der Austausch mit Profis bringt Klarheit. Sie sehen Dinge, die du selbst übersiehst – einfach, weil sie täglich mit Gründungen zu tun haben.
- Kritische Rückmeldungen sind kein Angriff. Sie sind ein Werkzeug. Und manchmal sind es genau diese Fragen, die dich weiterbringen als jedes Lob.
- Mein Plan wurde dadurch nicht schlechter – sondern realistischer. Und Realismus ist die Grundlage für Erfolg, nicht Perfektion.
Nachschauen kannst Du diesen Teil der Story auch in meinem Instagram-Kanal bei„Meister Oskar – Spannung garantiert“

Wie es weitergeht: Mit diesem Reality‑Check im Rücken ging es für mich weiter zum nächsten Schritt meiner Gründung. Und ich kann euch sagen: Je klarer der Weg wurde, desto mehr wuchs die Vorfreude auf das, was kommt. Sei auch Du gespannt auf die nächste Folge meiner Existenzgründung.
